Sanierungssprint
Sanierungssprint in 22 Tagen – was steckt dahinter?
Beim Sanierungssprint arbeiten alle Gewerke eines Hauses nach einem gemeinsamen Bauzeitenplan parallel statt nacheinander – außen an Dach, Dämmung und Fenstern, innen am Ausbau. Das Verfahren stammt vom Bauingenieur Ronald Meyer und wird in Baden-Württemberg vom Landesprogramm Zukunft Altbau bekannt gemacht; die „22 Tage“ zählen die Werktage der Bauphase. Für den Maler heißt das: Die Arbeit wird nicht kürzer, sondern genauer geplant.
Malerarbeiten im Takt. Die Malerarbeiten stehen am Ende der Innenbaustelle. Bevor gestrichen wird, müssen neue Putze und Spachtelflächen trocken sein – diese Trocknungszeiten bestimmen den Takt, und wer sie verkürzt, riskiert Risse und Flecken. Deshalb legen wir Spachtelstufe, Farbsystem und Farbtöne schon vor der Bauphase fest, streichen bei Bedarf Musterflächen und bestellen das Material so, dass es zum vereinbarten Zeitpunkt bereitsteht. Was nach der Bauphase noch fehlt, etwa Nacharbeiten an den Laibungen neuer Fenster, übernehmen wir im Anschluss.
Abstimmung mit der Energieberatung. Welche Bauteile gedämmt und erneuert werden, legt die Energieberatung fest. Für uns folgt daraus, welche Untergründe entstehen – neuer Innenputz, Trockenbau unter dem Dach, Laibungen an neuen Fenstern – und welche Beschichtung dazu passt; auf mineralischem Putz arbeiten wir mit diffusionsoffenen Farben. Den Bauzeitenplan stellt die Koordination auf, wir arbeiten als ausführender Betrieb darin mit. Unser Schwerpunkt im Sprint ist die Innenbaustelle mit Trockenbau, Putz und Stuck, Bad, Böden und Malerarbeiten; Dach und Fenster übernehmen andere Gewerke im selben Takt.
Fassade im selben Takt. Außen läuft der Sprint parallel zur Innenbaustelle, und dort übernehmen wir auf Wunsch die Fassade: Wir bessern Risse und Fehlstellen im Außenputz aus, reinigen und grundieren den Untergrund und streichen die Fassade mit einem Farbsystem, das zu Putz und Dämmung passt. Fassadenputz und Wärmedämm-Verbundsystem samt Armierung und Oberputz führen wir auf Anfrage ebenfalls selbst aus. Weil Arbeiten an der Fassade vom Wetter abhängen, sieht der Bauzeitenplan der Koordination dafür Reserven vor; welche Wände gedämmt werden, entscheidet die Energieberatung.
In Stockach. Am Firmensitz liegen Lager, Fahrzeuge und Werkstatt am Franz-Ziwey-Ring 18 – für einen eng getakteten Plan ein Vorteil, weil Nachschub keine lange Anfahrt braucht. Für einen Sprint kommen vor allem massiv gebaute Häuser der 1950er- bis 1970er-Jahre ohne Denkmalschutz in Frage, wie es sie in den Wohngebieten der Kernstadt und in Ortsteilen wie Wahlwies oder Zizenhausen gibt; für die ältesten Häuser der Oberstadt ist das standardisierte Verfahren weniger gedacht. Hintergründe stehen in unseren Ratgebern zum Konzept des Sanierungssprints und zum Ablauf für Eigentümer am Bodensee. Die 22 Tage beschreiben das Ziel des Verfahrens und sind keine Zusage für Ihr Haus; verbindlich ist unser schriftlicher Kostenvoranschlag nach der Begehung (Stand der Angaben: Oktober 2026).